Der Club der toten Dichter (Premiere)

An der ehrwürdigen Welton-Akademie, die von Direktor Nolan (Angela Heyer) mit harter Hand geführt wird, kommt es zu einem Eklat, als Lehrer Keating (Simon Reiners) in seinem Unterricht nicht Tradition, Ehre, Disziplin und Leistung als Maßstäbe ansetzt, sondern seinen Schülern ein freiheitliches und selbstbestimmtes Leben gegen den Strom beibringt, das durch eine intensive Liebe zu Literatur und Kunst, zu Schönheit und Ästhetik, zu Freundschaft und Toleranz geprägt wird. Er fasst dies in seinem Leitspruch „carpe diem – Nutze den Tag!“ zusammen.

Die Schüler entschließen sich, den alten Club der toten Dichter wiederzubeleben und sich den Verlockungen der Lyrik hinzugeben – unter skeptischer Beobachtung von Zweifler Alex (Marcel Wulf).

Der Club der toten Dichter ist fortan eine Heimat für allerlei Andersdenkende: Nicole Perry (Nina Kuhlmann), die trotz eines Verbotes ihres ehrgeizigen Vaters (Michael Schwieger) bei einer Theateraufführung mitwirkt; Tessa Anderson (Sina Pancratz), die immer im Schatten ihres großen Bruders stand; Knox (Henning Gerdes), der unsterblich in die wunderschöne wie unerreichbare Chris (Anna Wreesmann) verliebt ist; die Streberin Meeks (Norina Böhme), die nach Erfüllung jenseits aller Fakten und Informationen sucht; der Draufgänger Charlie (Niklas Reinken), der ein Problem mit Regeln hat; Cameron (Pascal Hinderks), der unter einem enormen Erwartungsdruck steht; und Taylor (Tina Gelert), die Träumerin, die sich in der strikt geregelten Welt der Akademie nicht so recht wohlfühlen kann.

Dass dieses Zusammentreffen der Andersdenkenden nicht von der etablierten Welton-Akademie geduldet werden kann, wird den Schülern erst nach und nach klar…

Die Theatergruppe Eigen:Regie e.V. inszeniert einen weiteren modernen Klassiker – am 30.09., 1.10. und 3.10. kann das Ergebnis im Forum am Hansaplatz angeschaut werden. Das Besondere an dieser Inszenierung ist, dass nicht nur (wie im Original) Jungs die Welton-Akademie besuchen, sondern auch Frauen. Diese Konstellation sorgt für besonderen Zündstoff und bietet einige interessante Konflikte. Auch das Hinzufügen zweier Rollen fokussiert die Distanz zwischen Anpassung und carpe diem weiter. Den Zuschauer erwarten also neben allerlei bekannten Bildern auch eine ganze Reihe von neuen Eindrücken.

Dabei verzichtet Eigen:Regie wie gewohnt auf übertriebene Bühnenbilder und versteckt sich nicht hinter Bergen von Requisiten, sondern lässt die Inszenierung unter Leitung von Linda Thölking und Niklas Reinken für sich selbst sprechen.

Der Text entstand nach einer Vorlage von Peter Langer und wurde von Linda Thölking überarbeitet. Unterstützt wird die Aufführung von Verena Memering, Lena Thieken, Stefan Benken, Tobias Block, Marina Meyer, Christina Wagner, Anna-Lena Knurbein und Nadine Steenken.      

Der Reinerlös kommt wie immer einem guten Zweck zugute.

Samstag, 30. September 2017, 20:00 Uhr
Forum am Hansaplatz, 26169 Friesoythe
Eintritt: 
5€
3€ (ermäßigt)
Einlasszeit: 
19:30
Noch 100 Karten verfügbar!

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